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 Prachtkäfer Capnodis tenebrionis

Capnodis tenebrionis

Der fast drei Zentimeter werdende Prachtkäfer Capnodis tenebrionis beansprucht ähnliche Lebensräume wie Ptosima undecimmaculata. Seine Larven entwickeln sich in den Wurzeln von Obstgehölzen. In Mitteleuropa beschränken sich die Vorkommen von Capnodis tenebrionis weitestgehend auf xerotherme Sonderstandorte mit spärlichem Bewuchs, wo die Sonnenstrahlen gut den Boden im Wurzelbereich der Obsthölzer erreichen können.

Die aktuelle Arealgrenze verläuft durch Niederösterreich und die südliche Slowakei. In Böhmen gilt die Art als ausgestorben; sie hatte noch um die Mitte des 20. Jahrhunderts südlich von Prag gelebt. Ob sie in Mähren noch vorkommt, ist unklar. Aus Deutschland gibt es nur sporadische Meldungen aus dem 19. Jahrhundert, die als sehr unsicher gelten. Das frühere Vorkommen bei Prag ist allerdings ein Hinweis auf eine gewisse Kältetoleranz selbst dieses wärmeliebenden Käfers und man muss bedenken, dass die einst in Frage kommenden Lebensräume heute fast restlos für den Weinbau genutzt werden.

Capnodis spp. – vorwiegend schwarzweiße Prachtkäfer

Arten der Gattung Capnodis sind von ihrer Färbung her nicht unbedingt typische Prachtkäfer, da sie meist nur schwarz-weiß, eventuell grau gefärbt sind; der bunteste Farbton ist kupfrig, eventuell mit einem grünlichen Anflug, und kommt zudem nur bei wenigen Arten vor. Das Genus kommt nur in Nordafrika, Südeuropa, Zentral- und Südwestasien vor und ist eher artenarm; Capnodis tenebrionis ist die einzige Art, die vom Süden her Mitteleuropa erreicht. Nach Kubáň (2006) werden in der Gattung folgende Arten und Unterarten unterschieden:

Manche Arten mit kleineren Arealen – etwa Capnodis indica, jacobsoni und semisuturalis – zählen in Sammlungen zu den größten Seltenheiten. Teilweise kommen sie in schwer erreichbaren oder von Krisen geschüttelten Regionen vor; ob sie dort, wo sie vorkommen, tatsächlich selten sind, ist nicht ganz klar. So ist Capnodis semisuturalis in seinem Vorkommen auf Israel, Libanon, Syrien und die angrenzenden Teile der Türkei beschränkt, Capnodis indica ist wieder nur aus Pakistan und dem nördlichen Indien bekannt – aus Kashmir, Himachal Pradesh und Uttaranchal (vgl. Kubáň 2006).

Literatur

Kubáň, V. (2006): Tribe Dicercini Gistel, 1848. In: Löbl, I., Smetana, A. (Hrsg.): Catalogue of Palaearctic Coleoptera 3. Apollo Books – Stenstrup. S. 346–349.

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