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Die Prachtkäfergattung Agrilus ist phylogenetisch jung und gehört innerhalb der Familie Buprestidae taxonomisch und morphologisch zu den schwierigsten Gruppen. Bei genauem Hinsehen finden sich dennoch Merkmale, mit deren Hilfe man die einzelnen Arten voneinander unterscheiden oder wenigstens die Auswahl der "Kandidaten" einengen kann.

Agrilus guerini hat von allen Prachtkäferarten Europas die längsten und schärfsten Flügeldeckenspitzen. Niederösterreich, Orth a.d. Donau, 1989 ex larva, coll. P. Zábranský. 
Das obige Bild zeigt von den rund vierzig mitteleuropäischen Arten nur fünf, die miteinander eher entfernt verwandt und dadurch auch für das ungeübte Auge als selbständige Arten leicht zu erkennen sind. Einzigartig sind etwa die Antennen von Agrilus laticornis und von Agrilus graminis. Allerdings muss man auch hier aufpassen. Bei den Weibchen dieser Arten sind die Antennen unauffällig gestaltet und sowohl graminis als auch laticornis ist im weiblichen Geschlecht mitunter so schwer von der jeweils nächstverwandten Art zu trennen, dass man leicht die Neigung verspüren kann, die Artberechtigung anzuzweifeln und jeweils zwei Arten zu einer zusammenzufassen – gäbe es bloß nicht die enormen Unterschiede zwischen den Männchen!
Das Phänomen, dass verwandte Arten sich nur in einem Geschlecht voneinander deutlich unterscheiden, ist im Tierreich durchaus verbreitet. Wenn es bei Prachtkäfern vorkommt, so sind es in aller Regel die Männchen, die man leichter unterscheiden kann.
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